Die SRG und die Halbierungsinitiative – Kommunikation auf Sparflamme?
Rückblick
Die «Halbierungsinitiative» steht in Kürze zur Abstimmung. Am Mittwoch, 18. Februar, zeigte Markus Berger, Kommunikationschef der SRG SSR, wofür die SRG steht, was sie für die Schweiz leistet und wie stark sie in den Regionen verankert ist – auch dort, wo der Medienmarkt nicht spielt.
Besondere Einblicke
Die PROL verzichtete auf einen politischen Anlass, wollte ihren Mitgliedern aber einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Rund dreissig PROL-Mitglieder hörten sich die detailreichen Ausführungen des ehemaligen PROL-Präsidenten Markus Berger an. Er erklärte, was die Annahme der Initiative konkret für die SRG bedeuten würde. Die Halbierung des Budgets hätte gemäss Berger nicht nur einen Rückzug aus den Regionen zur Folge, eine Schwächung des Regionaljournalismus oder der Vielfalt. Auch Abstriche bei Information, Sport, Kultur und der Produktionsqualität wären notwendig – und ein weiterer Abfluss von Werbegeldern ins Ausland zu erwarten.
Markus Berger ging auch auf die Herausforderungen für die Kommunikation ein. Wann und wo darf die SRG als Betroffene wie kommunizieren? Eine Gratwanderung! Eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum rundete den offiziellen Teil ab. Die SRG blieb auch beim obligaten Apéro riche das Hauptthema.
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Die SRG ist mit rigorosen Budgetvorgaben in Transformation. Nun will die «Halbierungsinitiative» ihr Budget weiter senken. Mit welchen Herausforderungen kommuniziert die SRG intern und extern? Was heisst die Initiative für die Ostschweizer Medienlandschaft? Zu Gast ist Markus Berger, Leiter SRG-Unternehmenskommunikation.
Die SRG ist bereits mit rigorosen Sparvorgaben in Transformation. Der Bundesrat will ihr Budget bis 2029 um 17 Prozent reduzieren – hunderte Stellen und diverse Programminhalte sind unsicher. Nun will die «Halbierungsinitiative» das SRG-Budget weiter senken. Am 8. März stimmt die Schweiz über eine drastische Reduktion der Medienabgabe auf 200 Franken ab.
Die SRG ist gerade vor der Abstimmung zu Neutralität und strenger politischer Zurückhaltung verpflichtet. Als öffentlich finanziertes Medienhaus darf sie die Bevölkerung nicht im eigenen Interesse beeinflussen. Zulässig sind sachliche Information oder die Einordnung durch Dritte – mit Blick auf die Bezugsgruppen ein kommunikativer Balanceakt: Mit welchen Herausforderungen kommuniziert die SRG intern und extern?
Am Fördertopf hängen auch private Radio- und TV-Stationen sowie Zulieferer. Was hiesse die Initiative also für die Ostschweizer Medienlandschaft oder die politische Willensbildung in ihren Kantonen? Zu Gast ist Markus Berger, Leiter SRG-Unternehmenskommunikation.